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Wissenswertes

Alterung und Defektmanagement

Waschmaschinen, Automobile - und auch Datenträger altern. Noch vor ca. 10 Jahren bekam man beim Prüfen der Festplattenoberfläche mittels "chkdsk /r" defekte Sektoren angezeigt, die das Dateisystem dann umgehen konnte. Das funktioniert auch heute noch bei Disketten und Festplatten ohne aktiviertes S.M.A.R.T.. Da sich während der Herstellung eines "Speicherlings" Fehler niemals ganz vermeiden lassen, werden diese beim Hersteller in einer platten- bzs. USB-Stick-internen Liste protokolliert. Der Anwender bekommt sie nicht zu sehen. Nun läßt im Laufe der Zeit die Speicherfähigkeit bei einzelnen Sektoren nach, so daß auch diese mithilfe einer speziellen Liste ausgeblendet und durch Reservesektoren ersetzt werden. Normalerweise, d.h. wenn S.M.A.R.T. im BIOS aktiviert ist, passiert das automatisch. Nur wenn der Datenträger per USB angesteuert wird, oder das BIOS von Haus aus S.M.A.R.T. deaktiviert hat (das ist z.B. bei vielen GIGABYTE-Platinen der Fall), kann das Defektmanagement nicht arbeiten. Der Anwender ärgert sich hier über einen langsamen Zugriff, oder kann überhaupt keine Daten mehr lesen. Besonders ärgerlich ist, daß die Festplatte bzw. der Stick bei Erreichen eines bestimmten Schwellwertes kein Alarmsignal absenden kann!

Defektmanagement bei FLASH-Speichern

USB-Sticks, Compact FLASH-Karten, SD-Karten usw. speichern Ihre Daten in Form von elektrischen Ladungen, die auch ohne angelegte Betriebsspannung erhalten bleiben. Natürlich ist kein Speicher perfekt - irgendwann haben die Elektronen ein Schlupfloch aus ihrem "Gefängnis" heraus gefunden, und das Bit ist "gekippt". Durch Fertigungsmängel, hohe Temperaturen und energiereiche elektromagnetische Strahlung (Röntgenstrahlung usw.) wird dieser Vorgang beschleunigt. Durch die in den letzten Jahren extrem gesunkenen Strukturbreiten (von ca. 1µm hinab zu derzeit 45 bzw. 32 nm) enthält eine einzelne Speicherzelle nicht mehr zehntausende, sondern nur noch einige hundert Elektronen. Wenn davon einige wegtunneln, kann der FLASH-Speicher das mithilfe der Prüfsumme erkennen und den originalen Speicherinhalt rekonstruieren. Leider ist der Homo sapiens oeconomicus geneigt, ständig nach vermeintlichen Schnäppchen Ausschau zu halten, um seinen Geldbeutel zu schonen. Und diesen, pardon, Schrott bekommt er dann auch geliefert. Schon nach einigen tausend Schreibvorgängen (3000-5000, Stand Mai 2010. Quelle: Micron u.a.) ist eine 2011 produzierte FLASH-Speicherzelle abgenutzt, 2007 waren bei guten Exemplaten noch 100000 Zyklen Standard. Die Hersteller haben sich einige Tricks einfallen lassen, um diese Alterung vor dem Anwender zu verbergen. Die wichtigsten sind das sog. Wear Leveling (hier werden Schreibvorgänge nebst der zugehörigen Daten gleichmäßig über den gesamten Speicherbereich verteilt), und die Anwendung von Fehlerkorrekturmechanismen. Trotzdem geht der Speicherling irgendwann kaputt, und dann muß man die Rohdaten incl. Fehlerkorrektur- und Servicedaten mühevoll zusammenpuzzeln. Meistens wird übrigens der sog. Controller, d.h. das Bindeglied zwischen FLASH-Speicher(n) und dem USB- / SD- /.. -Anschluß zerstört. Diese Bauelemente sind empfindlich gegenüber elektrostatischen Entladungen, und müssen das gesamte Datenmanagement abwickeln.

Datenvernichtung

Ihre alte Festplatte oder Ihr USB-Stick enthält möglicherweise (bessergesagt: sehr wahrscheinlich) noch sensible Daten? Oder Ihr digitaler Kopierer arbeitet mit einer Festplatte als Zwischenspeicher? Dann sind Ihre Daten meist ohne großen Aufwand auslesbar. Selbst ein komplett mit Nullen überschriebener Datentr"auml;ger enthält fast immer eine gewisse Anzahl als defekt markierter Sektoren, die Teile Ihrer Daten enthalten. Mit einem normalen PC kommt man an diese sog. ausgelagerten Sektoren nicht heran, aber für einen Fachmann sind diese Daten problemlos auslesbar.

Bevor Sie die Gerätschaften verkaufen, verschenken oder zum Elektronikschrott schaffen, sollten Sie die Daten gründlich löschen. (Schnell-) Formatieren allein genügt keinesfalls, denn das dauert nur ein paar Sekunden - aber Ihr Datenträger hat lediglich ein neues, leeres Inhaltsverzeichnis bekommen.

Ich lösche Ihre Daten dauerhaft, schnell und zum Selbstkostenpreis. Der Datenträger wird hierbei komplett mit Nullen oder Zufallszahlen beschrieben (auf Wunsch auch mehrfach, s.u.) und ist danach von niemandem mehr lesbar.

Daten selbst dauerhaft löschen:

Ich empfehle, den jeweiligen Datenträger einmal komplett mit Nullen oder Zufallszahlen zu überschreiben. Dazu leistet Linux, z.B. in Form einer Knoppix-CD, wertvolle Dienste: "dd if=/dev/zero of=/dev/sdb" (oder hdb) überschreibt die Daten, hier im Beispiel auf Ihrer zweiten Festplatte, unwiederbringlich. Auch diverse fertige Datenlöschprogramme, die meistens ein "wipe" im Namen führen, arbeiten auf diese Art und sind ausnahmslos empfehlenswert.

Einmal Überschreiben reicht! Auch wenn esoterische Fachkreise Ihnen etwas anderes einreden wollen - diese Leute haben garantiert noch niemals ein Magnetkraftmikroskop aus der Nähe gesehen! Wer beweisen kann, daß Daten nach 1x überschreiben mit Nullen oder Zufallszahlen wiederhergestellt werden können, bekommt 1000 Euro ausgezahlt, und der Beweis wir hier und in führenden Fachzeitschriften veröffentlicht (bitte keine Zitate aus irgendwelchen Internetforen, oder Youtube-Filmchen.).

Nachtrag: Wie auf heise online seit dem 16.1.09 zu lesen ist, hat sich ein Wissenschaftler des o.g. Phänomens angenommen und alle hier genannten Aussagen bewiesen.

Datenrettung von Festplatten, FLASH, CDs, DVDs und anderen Medien zu fairen Preisen. Professionell, schnell und kostengünstig.